Projektbericht
100 Jahre Sankt Georgen: eine Mauer voller Blumen
Das Sankt Georgen Mural ist fertig: Ab Oktober 2025 verwandelte der Graffiti-Künstler Viacheslav „Slavik“ Balabaiev (Farbaholix) die Campusmauer der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt-Sachsenhausen in eine botanische Galerie – zum 100-jährigen Jubiläum der Hochschule 2026 unter dem Motto „heute weiter denken“.

Projekt auf einen Blick
- Ort
- Campusmauer der Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt-Sachsenhausen
- Auftraggeber
- Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen
- Anlass
- 100 Jahre Sankt Georgen (gegründet 1926)
- Zeitraum
- Oktober 2025 – 2026, abgeschlossen
- Motive
- Strelitzien, Monstera, Lotus, Palm- und Bananenblätter, Blüten mit Hummel
- Fläche
- rund 600 m² auf einer gut 280 m langen Mauer
- Material
- Montana Colors, Caparol
Vorher: eine graue Mauer an der Straße
Die lange Mauer um den Campus-Park war grau, fleckig und stellenweise beschmiert – eine Grenze, an der täglich Autos, Radfahrer und die Straßenbahn vorbeifahren. Zum Jubiläum sollte sie zeigen, wofür die Hochschule steht: Offenheit und Entwicklung.
Was auf der Mauer blüht
Strelitzien in Orange und Violett, meterhohe Monstera-Blätter, Lotus, pinke Blätter, Palm- und Bananenblätter, weiße Blüten mit einer Hummel – botanisch genau und über die gesamte Länge der Mauer. Vorhandene Schilder wie „Mensa im Park“ und der Jubiläumsschriftzug „100 Jahre Sankt Georgen – heute weiter denken“ wurden in die Komposition eingebunden.
Was die Pflanzen bedeuten
Die Hochschule schreibt: „Die dargestellten pflanzlichen Motive verweisen auf Prozesse des Wachsens, der Differenzierung und der fortlaufenden Veränderung.“ Das Mural zeige Sankt Georgen als offenen, dynamischen Ort, an dem Wissen ständig weiterentwickelt wird – und schaffe einen neuen Blickpunkt auf dem Campus.
Die Idee kam vom Künstler
Das Thema Pflanzen und Blumen schlug Slavik selbst vor: Er schrieb einen Brief an Rektor Prof. Wolfgang Beck – genau zum richtigen Zeitpunkt, kurz vor dem 100-jährigen Bestehen der Hochschule. Die Hochschulleitung nahm den Vorschlag mit kleinen Änderungen an, etwa einem Schriftzug mit dem Hochschul-Logo. Warum exotische Pflanzen? „Ich habe mich für exotische Pflanzen entschieden, weil sie spannender sind: Warum sollte ich etwas malen, das es hier bereits gibt?“, sagte er der Frankfurter Neuen Presse.
Wie das Sankt Georgen Mural entsteht
- Recherche: Pflanzenstudien im Nizza-Garten am Mainufer und in Bibliotheken; Entwürfe auch mit Hilfe von KI-Werkzeugen.
- Vorbereiten: Die gut 280 Meter lange Mauer war in keinem guten Zustand – sie wurde ausgebessert und geweißt (Caparol). So entstanden rund 600 m² Malfläche.
- Übertragen: Mit einer Virtual-Reality-Brille projizierte Slavik die Entwürfe auf die Wand und zeichnete die Konturen vor.
- Sprühen: Blätter und Blüten entstehen mit Sprühdosen von Montana Colors, Abschnitt für Abschnitt.
Die Wand und ihre Nachbarn
„Diese Wand ist so wunderschön, wir bedanken uns für Ihre Arbeit!“ – solche Sätze hörte Slavik während der Arbeit ein Dutzend Mal am Tag. Autofahrer hielten an, um ihn zu loben, Spaziergänger schauten beim Sprühen zu. P. Niccolo Steiner SJ, Kunstbeauftragter der Hochschule: „Das Grün soll eine Einladung an den Betrachter sein, unseren öffentlichen Park hinter der Mauer zu besuchen.“
Ein Werk, das gewachsen ist
Bei der Eröffnung des Sommersemesters am 13. April 2026 sprach Slavik mit P. Niccolo Steiner SJ, moderiert von Rektor Prof. Wolfgang Beck. Damals beschrieb er seine Arbeit – ähnlich den dargestellten floralen Motiven – als fortwährenden Wachstumsprozess, in den neue künstlerische Möglichkeiten wie KI-Technologien einflossen. Inzwischen ist das Mural vollendet: eine durchgehende Blumenwand, an der Passanten stehen bleiben, fotografieren und ins Gespräch kommen.
„Die dargestellten pflanzlichen Motive verweisen auf Prozesse des Wachsens, der Differenzierung und der fortlaufenden Veränderung.“
Stimme des Auftraggebers
Wir sind sehr glücklich mit der schönen Wand.
Das Projekt im Video
22 Sekunden vom Sprühen bis zur fertigen Mauer. Tippen Sie auf ein Video, um es im Vollbild anzusehen.
Aus dem Prozess
Fotos von der Mauer
Zum Vergrößern antippen
Presse und Quellen
- Hochschule Sankt Georgen: „Kunstprojekt an der Mauer“ (14.04.2026)
- Hochschule Sankt Georgen: „Eröffnung des Sommersemesters 2026“
- Frankfurter Neue Presse (Süden, S. 32): „Aus seiner Sprühdose kommen Blumen“, Stefanie Wehr (29.04.2026, Printausgabe)
Häufige Fragen
Wo ist das Blumen-Mural von Sankt Georgen?
An der Mauer des Campus der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt-Sachsenhausen, gut sichtbar von der Straße und aus der Straßenbahn.
Wie groß ist das Mural?
Rund 600 Quadratmeter auf einer gut 280 Meter langen Mauer.
Warum Pflanzen?
Die Idee kam von Slavik selbst: Exotische Pflanzen sind spannender als das, was es vor Ort schon gibt. Laut Hochschule stehen sie für Wachstum, Differenzierung und fortlaufende Veränderung – passend zum Jubiläumsmotto „heute weiter denken“.
Kann ich so eine Wand auch für mein Unternehmen bekommen?
Ja. Florale Murals funktionieren an Mauern, Fassaden und in Innenräumen. Einen ersten Richtwert gibt der Preisrechner.
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